Skip to main content

Veröffentlicht am: Feb 12, 2016 von Admin - Acorn Treppenlifte Deutschland & Kategorie Health

 

Wenn Senioren stürzen: Schlimmer als der Knochenbruch ist die Zeit im Krankenbett

Stürze sind besonders für alte Menschen gefährlich. Oft plagen sie nicht nur die direkten Folgen, etwa ein Bruch, sondern Krankheiten, die erst durch das lange Liegen im Krankenbett auftreten. Unfallchirurgen und Altersmediziner wollen daher noch enger zusammen arbeiten. 

Verbringen ältere Patienten viel Zeit im Liegen, drohen gefährliche Folgeerkrankungen.

Laut statistischem Bundesamt sterben jedes Jahr um die 1000 Menschen durch direkten Sturz auf oder von Treppen.

Die meisten tödlichen Stürze sind in der Altersgruppe ab 65 Jahren anzutreffen, aber bereits ab dem 55. Lebensjahr steigt das Risiko des tödlichen Sturzes an.

 

Folge-Erkrankungen nach einem Unfall

Das Risiko zu stürzen ist für ältere Menschen besonders hoch. Laut Daten des Robert Koch Instituts zählen Stürze bei Menschen über 70 Jahren zu den häufigsten Unfällen. In einigen Fällen führen Schwindel als Folge von Durchblutungs- oder Herzrhythmusstörungen dazu, dass sie beispielsweise über eine Stufe stolpern und hinfallen. Andere leiden an Demenz und finden sich selbst im eigenen Haus nicht mehr zurecht. Das kann mit blauen Flecken, aber auch Knochenbrüchen enden.

Dabei ist das größte Problem für viele Senioren nicht die eigentliche Verletzung, sondern ein langsamer Heilungsprozess, währenddessen die meisten Patienten liegen müssen. Durch die lange Zeit im Bett steigt das Risiko für eine Thrombose oder eine Lungenentzündung.
Auch Krankheiten, unter denen die Patienten bereits vor dem Unfall litten, können sich während der langen Zeit im Bett verschlimmern. Ein weiteres Problem: Jeden Tag, den ein Patient liegt, verliert er so viel Muskelmasse, wie er in einer Woche aufbaut.

So wenig Zeit wie möglich im Bett

Ältere Patienten sollten so wenig Zeit wie möglich im Bett verbringen, um den negativen Folgen des langen Liegens vorzubeugen. Sie sollten so schnell wie möglich lernen, sich wieder selbstständig anzuziehen und allein zur Toilette zu gehen. Zudem könnten entsprechende Hilfsmittel wie Hüftprotektoren helfen, die Patienten schnell wieder fit zu machen.
Abseits von ihrer gewohnten Umgebung mit vertrauten Menschen, Speisen und Gegenständen können besonders ältere Patienten zudem ein Delirium entwickeln, das sich in Halluzinationen, Verwirrung und Unruhe ausdrückt. Auch aus diesem Grund sollten Senioren so wenig Zeit wie möglich im Krankenhaus verbringen.

Quelle: Focus

« Zurück zum Blog