Skip to main content

Veröffentlicht am: Feb 02, 2016 von Admin - Acorn Treppenlifte Deutschland & Kategorie Tipps und Ratgeber

 

 

Unsere Haut mag es am liebsten feucht und warm. Bei diesem Klima kann sie am meisten Wasser aufnehmen und produziert am meisten Talg. Das hält sie geschmeidig.
Doch sobald die Temperaturen sinken, sinkt auch der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft. Die Folgen: Das Wasser in der Haut verdunstet leichter und unsere Haut wird trocken und spröde. Es wird wesentlich weniger Talg produziert.
Sinken die Temperaturen unter 8 Grad arbeiten unsere Talgdrüsen gar nicht mehr. Kaum Wasser und kein Fett – unser Säureschutzmantel wird immer dünner. Die Haut wird rau und spröde, kann sich röten oder sogar jucken.
„Juckreiz gilt als Alarmzeichen, das zeigt: Der Schutzfilm ist durchlässig. Es dringen Bakterien ein, die das Immunsystem wieder loswerden will.“, sagt Dr. Anne Hundgeburth, Dermatologin in Köln. Die Keime sind zwar meist harmlos aber sie reizen unsere Haut, wenn die Barriere nicht intakt ist. Es können sich im schlimmsten Falle auch Ekzeme bilden wenn unser Immunsystem Eindringlinge feststellt und mit einer Entzündungsreaktion reagiert. Wir sollten also gerade im Winter unsere Hautbarriere schützen.

 

So wie wir unseren Körper in viele Kleidungsschichten hüllen, damit wir nicht auskühlen, braucht auch unsere Haut im Gesicht bei einem Winterspaziergang eine Schutzschicht.
Unsere Gesichtshaut ist besonders anfällig bei Wind und Kälte. Es gibt Kälteschutzcremes die diese Einflüsse von Kälte und Wind abwehren.
Das zu reichhaltige Auftragen von Fettcremes dichtet allerdings unsere Haut zu sehr ab.
„ Schweiß kann unter der Schicht nicht richtig verdunsten. Es bildet sich eine feuchte Kammer, in der sich Bakterien und Pilze vermehren und zu Entzündungen führen können“, sagt Hautärztin Hundgeburth. Sie rät: Fettcremes nicht täglich benutzen, dünn auftragen und nach dem Spaziergang abwaschen.

 

Auch Heizungsluft entzieht unserer Haut die Feuchtigkeit.
Draußen ist es kalt und unsere Haut trocknet aus, also doch lieber zuhause einmummeln statt draußen zu frieren? Nein, denn auch das ist nicht besser für unsere Haut. Im Haus ist die Luft genauso trocken wie draußen. Die Heizungen laufen und entziehen ihr die Feuchtigkeit und unserer Haut gleich mit.
„Auch der ständige Wechsel zwischen warmen Räumen und kalten Außentemperaturen ist ein Problem“ sagt Dr. Patrick Franke,  Apotheker in Berlin. „Am besten erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung“, etwa mit einem Luftbefeuchter, rät Hundgeburth. Sie sollten diese Geräte allerdings auch regelmäßig warten lassen, da sie sonst zu einer Brutstätte für Bakterien werden. Eine gute Alternative: feuchte Tücher auf die Heizkörper legen.

 

Um unserer Haut im Winter nicht noch mehr zuzumuten, sollten wir sie gerade jetzt besonders schonend reinigen. „Nur kurz und nicht zu heiß duschen, maximal 15 Minuten baden bei höchstens 39 Grad“, empfiehlt Franke. Verzichten sie auch auf Duschgele, diese waschen nicht nur Schmutz von der Haut sondern entziehen ihr auch Feuchtigkeit und Fette. Besser eignen sich Duschöle oder ein Syndet. Von Seife rät Anne Hundgeburth ganz ab: „Sie erhöht den pH-Wert der Haut, was Bakterien lieben. Sie sammeln sich vermehrt an. Das erhöht bei trockener Haut das Risiko für Ekzeme.“
Wer an Hautkrankheiten wie Neurodermitis leidet, hat momentan nicht unbedingt Schonfrist. „Ein kalter Winter kann genauso Schübe verursachen wie ein heißer Sommer. Jetzt ist vor allem die geschädigte Hautbarriere der Auslöser“, sagt Hundgeburth. Sie empfiehlt Betroffenen antibakterielle Pflegeprodukte, etwa mit Niacinamid oder Silber.

Für alle Hautzustände gilt: Die Pflege auf die Witterung abstimmen und vermehrt darauf achten, die Hautbarriere zu schützen. Apotheker Franke empfiehlt: Neue Produkte nur gezielt testen, auf Cremes mit wenigen Inhaltsstoffen achten und bei einer Serie bleiben, wenn man sie gut verträgt.

 

 

 

« Zurück zum Blog