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Veröffentlicht am: Apr 16, 2015 von Admin - Acorn Treppenlifte Deutschland & Kategorie Health

Risikofaktoren reduzieren von Brustkrebs.

Brustkrebs - in der Medizin Mammakarzinom genannt - ist der am häufigsten auftretende Krebs bei Frauen auf. Jährlich erkranken in Deutschland ca. 75.000 Frauen. Selten betrifft er auch Männern (0,5 - 1% aller Brustkrebsfälle). Kaum eine Diagnose dürfte bei den Betroffenen und Angehörigen einen vergleichbaren Schock auslösen. Daher ist die Frage, ob man dagegen vorzubeugen kann? Lassen sich Risiken, die mit der Brustkrebsentstehung einhergehen, reduzieren?

Bekannte Risikofaktoren für Brustkrebs

Es gibt über 30 verschiedene Arten von Brustkrebs und folglich unterschiedliche Risikofaktoren, die mit Brustkrebs einhergehen. Manche davon lassen sich beeinflussen, andere weniger oder nicht, wie zum Beispiel das Alter und erbliche Vorbelastungen. Erblich bedingte Genveränderungen der ‚Brustkrebs-Gene‘ BRCA1 und BRCA2 (BRCA wird vom englischen Namen des Brustkrebses ‚Breast Cancer abgeleitet) betreffen jedoch nur ca. 5 - 10% aller Fälle. Ca. 5% werden durch andere Gene begünstigt. Weitere Risikofaktoren sind:

Hormone: die meisten Brustkrebstumore reagieren auf Hormone; vor allem Östrogene. Diese können das Wachstum der Tumore begünstigen. Umso länger die Brust den monatlichen Hormonschwankungen ausgesetzt ist, umso höher wird das Risiko eingestuft. Daher gelten ein früher Beginn der Regelblutung - vor dem 12. Lebensjahr - und ein verspäteter Beginn der Menopause, d. h. nach 55 Jahren, als ungünstig. Das durchschnittliche Alter der Menopause (Ausbleiben der Monatsblutung) liegt in Deutschland bei ca. 52 Jahren. Hormonersatz-Therapien in den Wechseljahren und die Einnahme der Pille können Brustkrebs begünstigen.

Kein Kind oder das erste Kind erst spät (ab einem Alter von 30 Jahren) entbunden zu haben und das Kind nicht über eine Zeit von eineinhalb bis zwei Jahren gestillt zu haben, gilt ebenso als risikofördernd.

Übergewichtige Frauen erkranken häufiger als Frauen mit Normalgewicht; vor allem nach den Wechseljahren. Bewegungsmangel und Alkoholkonsum gelten als Risikofaktoren; ebenso Rauchen, vor allem wenn man im Teenager-Alter damit beginnt. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko generell an.

Kontrovers diskutierte Faktoren

Ob der Konsum von Fleisch - und Milchprodukten zur Förderung von Krebs und insbesondere Brustkrebs beiträgt, wird kontrovers diskutiert. Die Deutsche Krebshilfe beispielsweise rät dazu, den Fleischkonsum zu reduzieren und ein bis zweimal pro Woche Fleisch auf dem Speiseplan zu haben. Fett und fettreiche Lebensmittel sollten wenig gegessen werden. Milch- und Milchprodukte solle man täglich essen.

Auf gepökeltes Fleisch ganz verzichten.

Demgegenüber stehen Langzeit-Studien, die sich mit überwiegend pflanzenbasierter Ernährung beschäftigen und zu dem Ergebnis gelangen, dass neben dem Fleischkonsum der Konsum von Milch- und Michprodukte die Gesundheit vielschichtig beeinträchtigt und Krebs begünstigt. Milch ist unter anderem angereichert mit Östrogenen und mit IGF1, die gerade bei Brustkrebs als Risikofaktoren gelten.

Zu welchen Studienergebnissen man sich hingezogen fühlt - was die Ernährung mit oder ohne Milchprodukte betrifft - eines gilt generell als sicher: man sollte die Zufuhr von Kalorien - gleich welcher Art - im Griff haben und nicht mehr zuführen, als man verbraucht. Der Verzehr von Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten (Ballaststoffe) gilt als vorteilhaft. Rotes Fleisch, sehr salzhaltige oder süße Lebensmittel und Getränke sowie Alkohol nur in reduziertem Maße; auf gepökeltes Fleisch ganz verzichten.

Bewegung, mehrmals in der Woche, ist einer der wichtigsten Faktoren, das Krebsrisiko zu senken. Trotz aller Faktoren, die wir selbst beeinflussen können, haben wir jedoch nie die Garantie, dass wir trotz gesunder Lebensweise von einer Krebserkrankung verschont bleiben.

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