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Veröffentlicht am: Mar 30, 2014 von Admin - Acorn Treppenlifte Deutschland & Kategorie Neuigkeiten

Überlegen auch Sie sich, in eine seniorengerechte Wohnung zu ziehen? Dann sollten Sie sich auf keinen Fall mit vagen Versprechungen abspeisen lassen. Denn auch wenn der Begriff „seniorengerechtes Wohnen“ so klingt, als sei er genaustens rechtlich festgelegt und als decke er komplette Mobilität in den eigenen vier Wänden mit ab, kommt es dabei regelmäßig zu Missverständnissen – und die können Sie im Ernstfall teuer zu stehen kommen, wie ein aktuelles Gerichtsurteil belegt.

Der Konkrete Fall

In dem konkreten Fall, geschildert von dem Nachrichtenmagazin Focus in einem aktuellen Online-Beitrag, hatte ein Ehepaar eine Neubauwohnung gekauft, die als „seniorengerecht“ beworben wurde. Ganz besonders freuten sich die beiden auf einen Aufzug, der von Haus- zu Wohnungstür befördern sollte sowie einen barriererfreien Zugang zum schönen Balkon. Denn dieser war einer der Hauptgründe in der Entscheidung für das Appartment. Bei Schlüsselübergabe dann die große Enttäuschung: Die Wohnung entsprach nicht den Erwartungen, Barrierefreiheit war nicht vollständig gewährleistet. Aus diesem Grund sah das Ehepaar die Leistung als nicht erbracht an und kürzte die Zahlung an das Bauunternehmen um 20000 Euro.

Seniorengerecht – ein unklarer Begriff

Vor Gericht kamen sie damit aber nicht durch, die Richter entschieden zugunsten der Immobilienfirma. Wie konnte es dazu kommen? Die Antwort darauf ist, dass der Begriff „seniorengerecht“ keine eindeutige Definition aufweist, aus der man auf konkrete Ausstattungsmerkmale einer Wohnung schließen kann. Auf keinen Fall darf man davon ausgehen, dass eine als seniorengerecht beworbene Wohnung komplett barrierefrei ist, dass man mit dem Rollstuhl oder Rolator auf den Balkon gelangen könnte oder dass sich bereits bei Einzug an kritischen Stellen Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden – wie beispielsweise der Einbau von Haltegriffen im Bad.

Worauf Sie achten sollten

Die Entscheidung ist für das Ehepaar bitter und teuer. Doch Sie können daraus lernen:

  • Der Begriff „seniorengerechtes Wohnen“ deutet eher eine Tendenz an, keine konkreten Leistungen.
  • Nur aus dem Versprechen von Seniorengerechtheit dürfen Sie nicht schließen, dass komplette Barrierefreiheit gewährleistet ist.
  • Vor Gericht besteht im Zweifelsfall die Gefahr einer Niederlage und somit weiterer Kosten.

Wenn Sie sich Barrierefreiheit und Sicherheit für Ihr Zuhause wünschen, sollten Sie deshalb auf eine genaue Festlegung aller Ihnen wichtigen Punkte im Vertrag pochen. Nur wer seniorengerechtes Wohnen schriftlich definiert, wird davon auch später voll genießen können.

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