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Veröffentlicht am: Mar 25, 2014 von Admin - Acorn Treppenlifte Deutschland & Kategorie Neuigkeiten

Darüber, dass Barrierefreit ein wertvolles Recht ist, sind sich im Grund genommen alle einig: Politiker, Bürger und alle, die unmittelbar von dem Thema Mobilität betroffen sind. Nur eine Umsetzung dieser Ideale hat lange auf sich warten lassen. Dank einer bahnbrechenden Reform des Mietrechts im Jahr 2001 können Sie aber auf ihr gutes Recht pochen, wenn es darum geht, sich auch in der Mietwohnung wieder unbeschwert bewegen zu können. Wir erklären Ihnen, was genau sich geändert hat, worin Ihre Vorteile bestehen – und warum es sich trotzdem lohnt, nach einer einvernehmlichen Lösung mit dem Vermieter zu suchen.

Langer Prozess

Die Barrierefreiheit im eigenen Heim ist dabei Teil einer umfassenden Gesetzesinitiative in Sachen Mobilität. Sicherlich haben Sie bereits bemerkt, dass sogar kleine Bahnhöfe und viele Ämter inzwischen mit Rampen und Aufzügen ausgestattet sind. Der Grund: In öffentlichen Gebäuden und bei umfangreichen Neubaumaßnahmen muss unter bestimmten Bedingungen ein barrierefreier Zugang gewährleistet sein. Dazu gehören Aspekte wie die stufenlose Erreichbarkeit aller Bereiche, klar definierte Türbreiten sowie der Einbau von Rampen und Bewegungsflächen. Auch wenn die praktische Umsetzung noch lückenhaft ist, sind die Fortschritte auf diesem Gebiet dennoch bemerkenswert und haben die Lebensqualität vieler Gehbehinderter bereits deutlich verbessert.

Barrierefreiheit zu Hause

Nur in den eigenen vier Wänden mussten Mieter lange auf ähnliche Verbesserungen warten. Denn viele Vermieter legten zwar nach Außen hin gerne Lippenbekenntnisse zur Gleichberechtigung ab, wehrten sich aber vehement, wenn es konkret darum ging, eine Mietwohnung an die Erfordernisse von Gehbehinderten anzupassen. Dank des seit 2001 in Kraft getretenen neuen §554 a des Bürgerlichen Gesetzbuches gelten nun aber besondere Schutzregeln. So informiert der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, dass Wohnungseigentümer mit Behinderung im Wohnungseigentumsrecht „aufgrund ihres (Mit-) Eigentums einen Anspruch darauf [haben], dass andere Miteigentümer den Baumaßnahmen für einen barrierefreien Zugang zu ihrer Wohnung zustimmen.“ Auch Veränderungen innerhalb der Wohnung darf der Vermieter nicht ablehnen – ein wichtiger Triumph in Sachen Barrierefreiheit.

Hart auf hart: Nicht die beste Strategie

Dennoch empfiehlt es sich, bei der Umsetzung des Rechts nicht die harte Karte zu spielen. Einerseits kann der Vermieter bei Ihrem Auszug darauf bestehen, dass sie die Umbaumaßnahmen wieder rückgängig machen – und auf den dabei entstehenden Kosten bleiben Sie dann ganz alleine sitzen. Darüber hinaus leidet unter knallharten Verhandlungen in Sachen Barrierefreiheit auch Ihr reguläres Mietverhältnis. Damit es nicht so weit kommt, sollten Sie sich unbedingt mit dem Vermieter zusammensetzen und nach einer einvernehmlichen Lösung suchen. Eine juristische Beratung im Vorfeld kann Ihnen dabei helfen, dabei den richtigen Ton anzuschlagen und nach sinnvollen Kompromissen zu streben. Auch die Berater von Acorn freuen sich auf Ihre Fragen zum Thema Barrierefreiheit. Sprechen Sie uns einfach an – entweder telefonisch unter unserer konstfreien Rufnummer 0800 724 2247 oder mit einer eMail.

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