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Veröffentlicht am: Jul 28, 2014 von Admin - Acorn Treppenlifte Deutschland & Kategorie Neuigkeiten

Dass Gehbehinderte ganz besonders auf Bus und Bahn angewiesen sind, versteht sich von selbst. Schließlich steht vielen von ihnen nicht die Möglichkeit offen, sich mit Fahrrad oder eigenem PKW zu bewegen. Um so schockierender ist es, dass sowohl in kleineren Orten aber auch vielen Großstädten maximal eine eingeschränkte Barrierefreiheit vorhanden und in einigen Fällen eine Nutzung für Behinderte sogar gänzlich unmöglich ist. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, über welche die Geislinger Zeitung berichtet hat.

Beispiel Geislingen

In dem konkreten Beispiel hat Städteplaner Bent Liebrich für die Universität Dortmund untersucht, wie sich Barrierefreiheit in der Stadt Geislingen ausnimmt. Sein Ergebnis: Nur ein Bruchteil der Bushaltestellen im Innenstadtbereich erfüllten die Anforderungen, manche waren für Gehbehinderte im aktuellen Zustand überhaupt nicht nutzbar. Für seine Untersuchung spielten folgende Aspekte eine Rolle:

  • „Sind die Zugänge schon von Weitem erkennbar?
  • Hängen Fahrpläne so aus, dass sie auch Rollifahrer lesen können? 
  • Ist die Oberfläche der Bussteige befestigt und gut befahrbar? 
  • Sind selbige breit und - gemessen an der Bordsteinkante - hoch genug, um eben in die Busse einsteigen zu können?“

Die gesamte Liste umfasste neun Seiten und konnte damit realistisch betrachtet gar nicht immer erfüllt werden. Doch darum ging es auch gar nicht. Problematisch war für Liebrich vielmehr, dass nur so wenige Halten wenigstens die grundlegendsten Kriterien umsetzten und den Mindeststandard immer wieder erschreckend unterboten.

Politik muss handeln

Dass Handlungsbedarf besteht, ist schon seit langem klar und nicht nur in Geislingen. Denn nur, wenn Barrierefreiheit mehr ist als ein reines Lippenbekenntnis, haben Betroffene etwas von den gesetzlich schon längst verankerten Ansprüchen. Damit es soweit kommt, müssen sich Verantwortliche und Betroffene zusammensetzen und gemeinsam zu praktischen Lösungen zu kommen. Davon können, laut Liebrich, letztendlich alle profitieren: "Natürlich stellt sich immer die grundsätzliche Frage: Muss man wegen ein paar Rollifahrern alles umgestalten? Die Antwort lautet aber ganz einfach: Eine Umgestaltung nutzt nicht nur einer Gruppe, sondern allen Menschen. Von einem barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen profitieren zum Beispiel auch Mütter mit Kinderwagen." Letztendlich gebe Barrierefreiheit den Menschen ein besseres Lebensgefühl, mache Städte attraktiver. Liebrich: "Die Menschen bekommen so das Gefühl, dass sie wertgeschätzt werden. Das lässt sich nicht in Euro darstellen." Während die Politik noch an der Umsetzung dieser Vision arbeitet, können Sie sich wenigstens zu Hause ein kleines Stückchen Mobilität schaffen. Mit einem Treppenlift von Acorn überbrücken Sie schnell, sicher und bequem sogar lange, gekurvte Treppenhäuser.

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